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Pokal

Ü 38

 

Achtelfinale Vattenfall-Pokal

 Rot-Weiss Spandau - BSG Commerzbank  1: 0 (1:0)

27.11.2017, 19:30h, Grüngürtel

 

Aufstellung: Matze L. – Uwe, Hanfi, Mirco – Ronny, Nikos, Micha W. – Blacky, Micky

Tore: 1. Min. 1:0 Ronny

Bes. Vorkommnisse: ---

 

Niederlagenserie gestopt. RWS im Viertelfinale.

 

Die Pokalauslosung der Runde 3 bescherte uns glücklicherweise wieder ein Heimspiel. Und das gegen die Überraschungsmannschaft unserer Staffel BSG Commerzbank. In den vergangenen zwei Jahren liefen sie immer im untersten Drittel der Tabelle ein (2016 Letzter, 2017 Vorletzter) bei einer Quote von 4 Siegen – 0 Unentschieden – 32 Niederlagen und 39:189 Toren.

Durch die Auflösung der Herrenmannschaft konnten sie sich zur laufenden Saison aber erheblich steigern. Wo wir in der Vergangenheit klare Siege einfuhren (5:1, 6:0 Wertung, 7:1, 3:1) konnten wir zwar im Punktspiel der laufenden Saison auch einen 3:1 Sieg einfahren, dieser war aber äußerst schwer erkämpft. Dies belegt auch der zur Zeit errungene Tabellenplatz 5 mit 25:16 Toren und 10 Punkten bei Siegen gegen BW Berthold (9:1), SG Raddatz !!! (2:0) und im Pokal gegen SG ADC Krone/Vattenfall (5:2) und SG Nixdorf/Rot Schwarz 65 (4:2).

Vorsicht war geboten!

Zumal unser Personalkarussell an diesem Tag extrem rotierte. Schmerzlich vermisst wurden die Verletzten Goalgetter Walli und Spielgestalter Matze R., die von vornherein nicht planbar waren. Ganz kurzfristig (am Spieltag) meldeten sich noch Mario und Micha Sch. krank ab. So standen eigentlich 9 Spieler (13:19 Uhr)zur Verfügung. 1 Stunde vor Spiel dann die Hiobsbotschaft. Ronny und Hanfi stehen auch nicht zur Verfügung, da sie kurzfristig dienstlich eingebunden waren. Gott sei Dank schafften die beiden Defensiv Recken es dann doch, so das schließlich und endlich 9 Aktive zur Verfügung standen

Zum Spiel:

Und wieder probierten wir ein neues System aus. Aus 2 – 2 – 1 – 1 wurde ein 3 – 3 und jetzt ein 3 – 2 – 1.

Endlich gingen wir mal in Führung! Unsere erste Aktion konnte Ronny mit einem fulminanten 25 Meter Schuss links ins Angel abschließen, der gegnerische Keeper hat den Ball gar nicht kommen sehen. In der Folgezeit entwickelte sich ein Spiel ohne großartige Höhepunkte, zu ausgeglichen waren beide Mannschaften. Die Defensive stand auf beiden Seiten gut, so dass vermehrt Schüsse aus der zweiten Reihe (oder weiter) den Erfolg bringen sollten. Aber alles war zu ungenau, beide Keeper brauchten kaum einzugreifen. Wir versuchten es nach langer Zeit aber auch mit spielerischen Mitteln, aber ohne zählbaren Erfolg. Insgesamt war es ein zähes Spiel, es ging hin und her. Commerzbank spielte ganz gut, war aber in den entscheidenden Situationen einfach zu ungenau im Abspiel, so dass viele Bälle verloren gingen. Wir konnten unsere Spitzen nicht entscheidend einsetzen. Zur Halbzeit dann 1:0.

In Halbzeit 2 eigentlich das gleiche Spiel. Weiterhin ein Spiel ohne Höhepunkte, aber durchaus spannend. Ein 2:0 wäre wahrscheinlich die Entscheidung gewesen. Von Minute zu Minute wurde es jetzt etwas ruppiger, Commerzbank spielte jetzt körperlicher betont, ohne aber grundsätzlich unfair zu sein. Mirco und Blacky gingen diverse male zu Boden. Der gut leitende Schieri hatte aber grundsätzlich alles im Griff. Kurzfristig kam es sogar zu einer Rudelbildung, die er aber konsequent und körperlich ! unterband.

Commerzbank lief jetzt einfach die Zeit weg, die letzten 10 Minuten holten sie die Brechstange raus und hatten doch tatsächlich 3 Minuten vor Schluss aus einem Gewühl noch eine Großchance, die aber Zentimeter am Kasten vorbeiging.

So blieb es beim 1:0 und wir qualifizierten uns für das Viertelfinale. Wenn es um Punkte gegangen wäre müsste man sagen, eine Punkteteilung wäre gerecht gewesen, zu gleichwertig waren beide Teams. Aber im Pokal muss es einen Sieger geben und der hieß eben ROT WEIß SPANDAU.

Mit den Abgängen der vergangenen Saison wie z.B. Boris, diese Saison Enno, den Verletzten wie Walli und Matze R. und immer wieder erkrankten Mitspielern fehlt uns einfach die spielerisch Qualität, um einen Gegner auch mal mit spielerischen Mitteln zu besiegen. So wird es ganz schwer, die erfolgreichen vergangenen zwei Jahre mit Rang 4 und Rang 3 zu wiederholen.

 

2. Pokalrunde

 Rot-Weiss Spandau - SC Eichkamp  3: 1 (1:0)

16.10.2017, 19:30h, Grüngürtel

 

Aufstellung:  Mirco – Hanfi, Micha Sch., Ronny, Mario, Micha W. – Walli, Blacky, Bernard, Micky, Enno, Matze R.

Tore: 23. Min. 1:0 Blacky (per Kopf), 37. Min. 1:1 Eichkamp, 55. Min. 2:1 Blacky, 59. Min. 3:1 Walli

Bes. Vorkommnisse: ---

 

Nachdem wir in der ersten Runde Freilos hatten, ging es gegen SC Eichkamp, eine „befreundete“ Truppe aus Charlottenburg. Befreundet deshalb, da wir in den Jahren 2002 – 2004 eine Spielgemeinschaft mit ihnen hatten und äußerst erfolgreich waren. 2003 konnten wir den Pokalsieg (5:1 gegen SC Bison Team) im Bereich Ü 32 Großfeld feiern, 2004 wurden wir Berliner Vizemeister und erreichten auch wieder das Pokalfinale gegen FFC Lichtenrade Ost, welches leider nach einem 1:1 in der regulären Spielzeit in der Verlängerung mit 1:6 verloren ging. Die Spielgemeinschaft wurde dann aufgelöst und jeder ging seinen eigenen Weg. In der Saison 15/16 kreuzten wir zuletzt in der Landesliga im Spielbetrieb die Klingen, leider mit dem besseren Ende für Eichkamp. Während sie als Staffelsieger aufstiegen, belegten wir Platz 4.

Es waren aber immer knappe Spiele. In den 6 ausgetragenen Pflichtspielen seit 2011 konnten wir 3 Siege, 1 Unentschieden und 2 Niederlagen verbuchen, wobei die Niederlagen aus der Saison 15/16 (2:4 und 0:3) stammen. SC Eichkamp ist aus den Erfahrungen der letzten Jahre eine absolut eingespielte Truppe, die seit Jahren zusammenspielen, gespickt mit guten individuellen Einzelspielern. In der letzten Saison erreichten sie als Aufsteiger in die Verbandsliga einen hervorragenden 7. Platz und kamen bis in das Pokal Halbfinale. In dieser Saison stottert der Motor etwas, bei 4 ausgetragenen Punktspielen rangieren sie mit einem Unentschieden und 3 Niederlagen auf Rang 11, konnten aber in der ersten Pokalrunde FFC Lichtenrade Ost 3:1 bezwingen.

Zum Spiel:

Wir waren zum Spiel wieder „fast“ optimal ausgestattet, 12 Aktive standen zur Verfügung. Entgegen dem System, welches wir immer spielen, probierten wir mal etwas Neues aus. Aus 2 - 2 -1 – 1 wurde ein deutlich offensiveres 3 – 3. Und nicht nur auf dem Papier waren wir offensiv, auch auf dem Feld. Schon tief im gegnerischen Feld wurde der Gegner attackiert, was es ihm dann fast unmöglich machte, sein Spiel aufzuziehen. So mussten sie sich auf lange Bälle konzentrieren, wo unsere kräftigen, hochgewachsenen Defensivkräfte alles wegschädelten, was in unsere Tor-Nähe kam. Hier tat sich insbesondere Ronny hervor, der auf jeden Fall nach dem Spiel Kopfschmerzen haben musste, da er gefühlte 30 lange Bälle des Gegners per Kopf klärte. So kam Eichkamp erst in der 15. Minute zum ersten Schuss in Richtung unseres Tores. Keeper Mirco verlebte eine ruhige erste Halbzeit. Aber wir hatten auch Probleme, richtige Torchancen zu generieren, beide Defensivreihen standen sicher. Und die Vielzahl an Torschüssen von uns aus der zweiten Reihe gingen, wenn auch teilweise knapp, am Tor vorbei. So musste eine Aktion unseres „Kopfballriesen“ Blacky herhalten, um den zu diesem Zeitpunkt verdienten Führungstreffer zu erzielen. Nach einem ansonsten grundsätzlich verteiltem Spiel, mit leichten Vorteilen für uns ging, es dann in die Halbzeit.

Vorgabe war für Halbzeit 2 dann weiterhin ganz offensiv zu attackieren und eventuell schon in der gegnerischen Hälfte in Zweikämpfen den Ball zu erobern und dann auch abzuschließen. Und dies klappte auch ganz gut, eine Vielzahl von Zweikämpfen wurden auch gewonnen, zählbares kam aber nicht dabei heraus. Und was passiert dann? Die erste (und einzige) richtige Chance für die Charlottenburger und der Ausgleich. Ein Schuss von halblinks wurde durch Ronny noch leicht abgefälscht, ging dann gegen den Pfosten und von da vom Rücken unseres Keepers ins Tor. Jetzt begann die stärkste Phase der Eichkämpler. Ca. 10 Minuten gestalteten sie dann das Spiel leicht überlegen, aber bis auf einen gut platzierten Kopfball von Vogi, der gehalten wurde, sprang nichts heraus.  Nach der Drangperiode wurde es wieder ein verteiltes Spiel, beide Mannschaften wollten die Entscheidung. Wir hatten jetzt wieder leichtes Oberwasser und 2 – 3 gute Chancen. In der 55. Minute war es dann soweit. Blacky setzt sich über halblinks gut durch und trifft mit einem satten Schuss zur Führung und erzielt seinen zweiten Treffer. Eichkamp musste jetzt öffnen und einer unserer Konter stach dann zu Entscheidung. Leicht irritiert machte der Eichkamp Keeper eine Aktion und Walli konnte Torjäger like abstauben und die endgültige Entscheidung herbeiführen.

Fazit: Einen Verbandsligisten und letztjährigen Pokalhalbfinalisten aus dem Pokal geworfen. Ein neues System ausprobiert, welches bei den passenden Parametern sicher eine Alternative zu unserer Spielweise darstellt. Fußballerisch nicht ganz so toll, aber taktisch und kämpferisch eine Glanzleistung unserer Truppe.